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Claude für Excel, Word und PowerPoint was die Add-ins können.

Claude für Excel, Word und PowerPoint sind Add-ins von Anthropic, die Claude als Seitenleiste direkt in die Office-Programme bringen: Claude liest die geöffnete Datei, baut Formeln, Pivot-Tabellen, Folien und Textentwürfe und zeigt jede Änderung zur Prüfung an. Seit dem 07.05.2026 sind die drei Add-ins allgemein verfügbar, Claude für Outlook läuft als Public Beta, jeweils für alle bezahlten Claude-Pläne auf Mac und Windows. Besonders ist der gemeinsame Kontext: Eine Unterhaltung wandert von Outlook über Word und Excel bis in PowerPoint, ohne dass Sie die Aufgabe neu erklären. Für Büro, Controlling und Vertrieb stellt sich damit weniger die Frage, ob das funktioniert, sondern wie Sie es kontrolliert einführen, wo Zahlen geprüft werden müssen und wie es sich zu Microsoft Copilot verhält. Stand Oktober 2026; Funktionsumfang und Pläne ändern sich bei Anthropic und Microsoft laufend.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt den Rechts- und Steuerstand zum unten angegebenen Datum allgemein wieder. Er ist keine Rechts- oder Steuerberatung und ersetzt nicht die Prüfung Ihres Einzelfalls durch eine Rechtsanwältin, einen Rechtsanwalt, eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater. Alle Angaben ohne Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität.

Was können die Claude-Add-ins für Microsoft 365?

Ein Add-in ist eine Erweiterung, die sich als Seitenleiste in Excel, Word, PowerPoint oder Outlook einklinkt. Sie arbeiten also nicht in einem separaten Chatfenster und kopieren Ergebnisse hin und her, sondern Claude sieht die geöffnete Datei und schreibt direkt hinein. Anthropic betont dabei zwei Prinzipien: Jede Änderung bleibt prüfbar, und Claude übernimmt die vorhandenen Vorlagen und Formatierungen, etwa Formatvorlagen in Word und den Folienmaster in PowerPoint.

Die Add-ins sind schrittweise entstanden. Claude für Excel startete als Beta und wurde am 24.11.2025 auf Max, Team und Enterprise ausgeweitet, PowerPoint folgte am 05.02.2026, der gemeinsame Kontext zwischen Excel und PowerPoint am 11.03.2026. Mit der Ankündigung vom 07.05.2026 wurden Excel, PowerPoint und Word allgemein verfügbar, Outlook kam als Beta hinzu, und alle bezahlten Pläne erhielten Zugang.

Add-inStatus (Oktober 2026)Typische Aufgaben
Excelallgemein verfügbarZellen und Formeln erklären, Modelle aufbauen und anpassen, Pivot-Tabellen, Diagramme, bedingte Formatierung
Wordallgemein verfügbarAbschnitte in Firmenvorlagen entwerfen, mit Änderungsnachverfolgung überarbeiten, auf Kommentare antworten
PowerPointallgemein verfügbarFolien im Master aufbauen, ausgewählte Inhalte bearbeiten, native Diagramme erzeugen
OutlookPublic BetaPosteingang sortieren, Antwortentwürfe vorbereiten, Termine mit Verfügbarkeitsprüfung anlegen

Wichtig zur Einordnung: Die Add-ins sind etwas anderes als der Microsoft-365-Connector in der Claude-App. Der Connector lässt Claude aus der Claude-Oberfläche heraus auf Postfach, Kalender, OneDrive, SharePoint und Teams zugreifen und kann seit dem 07.07.2026 nach gesonderter Freigabe auch schreiben, setzt aber die Zustimmung eines Entra-Administrators im Microsoft-Tenant voraus. Die Add-ins dagegen arbeiten dort, wo die Datei offen ist.

Was kann Claude in Excel?

Excel ist das ausgereifteste der vier Add-ins. Anthropic beschreibt drei Kernaufgaben: Fragen zu jeder Zelle beantworten, Annahmen ändern, ohne Formeln zu zerstören, und Modelle von Grund auf bauen. Laut Release Notes kann Claude seit November 2025 Pivot-Tabellen und Diagramme anlegen, seit Februar 2026 auch Pivot-Tabellen bearbeiten und bedingte Formatierung setzen. Geänderte Zellen hebt das Add-in hervor, damit Sie nachvollziehen können, was angefasst wurde.

Im Controlling-Alltag ergeben sich daraus vor allem diese Einsatzfelder:

Typisches Beispiel: Eine Vertriebsplanung mit zwölf Monatsblättern soll um ein Szenario mit fünf Prozent höheren Einkaufspreisen ergänzt werden. Claude legt die Annahme in einer eigenen Zelle an, verknüpft die betroffenen Formeln und erstellt eine Gegenüberstellung. Ihre Aufgabe bleibt, die markierten Änderungen zu prüfen, bevor die Datei weitergegeben wird. Wer zunächst grundsätzlich verstehen will, wie Sprachmodelle mit Tabellendaten umgehen, findet dazu einen eigenen Beitrag: KI auf Tabellen loslassen.

Word und PowerPoint: gemeinsamer Kontext zwischen den Apps.

In Word entwirft Claude Abschnitte in der bestehenden Formatierung, überarbeitet Texte mit Änderungsnachverfolgung, antwortet auf Kommentarverläufe und übernimmt Firmenformate. Für Abteilungen mit Freigabeprozessen ist die Änderungsnachverfolgung entscheidend: Was Claude vorschlägt, erscheint wie die Korrektur einer Kollegin und lässt sich einzeln annehmen oder ablehnen. Anthropic formuliert das Prinzip so, dass nichts hinausgeht oder gespeichert wird, bevor Sie zustimmen.

In PowerPoint baut Claude Folien innerhalb der vorhandenen Vorlage, bearbeitet ausgewählte Inhalte und erzeugt native Diagramme, also echte PowerPoint-Objekte statt eingefügter Bilder. Das ist der Unterschied zu vielen KI-Präsentationswerkzeugen, die eigene Designs erzeugen, die erst mühsam ins Corporate Design übertragen werden müssen.

Der eigentliche Mehrwert liegt im gemeinsamen Kontext. Seit März 2026 teilen Excel und PowerPoint eine Unterhaltung; mit der Ankündigung vom Mai 2026 bezieht Anthropic auch Word und Outlook ein. Anthropic beschreibt den Ablauf so: E-Mail in Outlook sichten, Anhang in Word zu einem Memo verarbeiten, die Analyse in Excel bauen und daraus Folien in PowerPoint machen, ohne die Aufgabe jedes Mal neu zu erklären. Die Seitenleiste lässt sich schließen und am nächsten Tag an derselben Stelle fortsetzen; der Verlauf liegt laut Dokumentation lokal auf dem jeweiligen Gerät. Zwei Einschränkungen nennt die Dokumentation: Der gemeinsame Kontext funktioniert nur bei Anmeldung mit einem Claude-Konto, nicht über Bedrock, Vertex AI oder Foundry, und in Team- und Enterprise-Organisationen ist er standardmäßig ausgeschaltet, bis Admins ihn freigeben. Laut Herstellerangabe aktualisieren sich bei einer geänderten Annahme in Excel auch das Diagramm in PowerPoint und die Zahl im Word-Memo.

Hinzu kommen Skills: Anweisungspakete, die in den Claude-Einstellungen hinterlegt sind und laut Anthropic auch in den Add-ins zur Verfügung stehen. Ein Team kann darin etwa festhalten, wie ein Monatsbericht aufgebaut ist oder welche Kennzahlen in welcher Reihenfolge auf die Management-Folie gehören.

Was kann Claude für Outlook in der Beta?

Claude für Outlook ist Stand Oktober 2026 die einzige der vier Erweiterungen im Beta-Status und hat eine eigene AppSource-Listung. Anthropic nennt drei Funktionen:

Beta heißt in der Praxis: Funktionsumfang und Verhalten können sich noch ändern, und für produktive Massenprozesse ist das Add-in noch nicht gedacht. Für einen Pilot mit einzelnen Postfächern eignet es sich trotzdem, gerade weil nichts automatisch versendet wird. E-Mails sind allerdings auch ein Einfallstor: Eingehende Nachrichten können Text enthalten, der wie eine Anweisung an die KI formuliert ist. Entwürfe, die auf fremden E-Mails beruhen, sollten Sie deshalb besonders aufmerksam lesen.

Wie rollt die IT die Add-ins aus, und was kosten sie?

Einzelne Nutzer können die Add-ins selbst aus dem Microsoft-Marketplace installieren und sich mit ihrem Claude-Konto anmelden. In Unternehmen ist der zentrale Weg sinnvoller: Admins verteilen die Add-ins über das Microsoft 365 Admin Center an Gruppen oder die ganze Organisation. Dafür gibt es zwei AppSource-Listungen, eine für Excel, PowerPoint und Word und eine separate für Outlook. So lässt sich die Outlook-Beta bewusst auf eine kleinere Pilotgruppe beschränken.

Voraussetzung ist ein bezahlter Claude-Plan. Die Preise laut Preisseite, Stand Oktober 2026, in US-Dollar:

PlanPreisMicrosoft-365-Add-ins
Free0 $nicht enthalten
Pro20 $ pro Monat, 17 $ bei Jahreszahlungenthalten
Maxab 100 $ pro Monatenthalten
Team Standard25 $ pro Seat und Monat, 20 $ bei Jahreszahlungenthalten
Team Premium125 $ pro Seat und Monat, 100 $ bei Jahreszahlungenthalten
Enterprise20 $ pro Seat und Monat plus Nutzung zu API-Preisen, Jahresvertragenthalten

Für Unternehmen kommen nur Team oder Enterprise ernsthaft infrage, weil dort zentrale Abrechnung, Single Sign-on und Admin-Kontrollen dazugehören und die kommerziellen Bedingungen gelten. Enterprise-Admins können zusätzlich per OpenTelemetry Prompts, Werkzeugaufrufe und Dokumentverweise an einen eigenen Collector streamen, die Nutzung je Person, App und Tag über eine Analytics-API auswerten und die Add-ins über die Compliance-API erfassen, deren Abdeckung für die Add-ins noch als Beta gekennzeichnet ist. In den Organisationseinstellungen von Team und Enterprise sind die Add-ins unter „Office agents“ zusammengefasst. Wer die Modelle lieber über die eigene Cloud bezieht, kann die Add-ins laut Anthropic auch mit Zugangsdaten für Amazon Bedrock, Google Cloud Vertex AI oder Microsoft Foundry betreiben.

Grenzen: Zahlen prüfen, Datenschutz, Lizenzen.

Die Add-ins nehmen Arbeit ab, aber nicht die Verantwortung. Die wichtigsten Grenzen:

Zum AI Act: Die Pflicht nach Art. 4, die KI-Kompetenz der Beschäftigten zu fördern, gilt seit dem 02.02.2025 und wurde mit dem Digital-Omnibus (VO (EU) 2026/1744) abgeschwächt; Unternehmen müssen die Entwicklung der Kompetenz unterstützen, aber kein bestimmtes Niveau mehr sicherstellen. Eine kurze Einweisung zu Prüfpflichten und Datenregeln vor dem Rollout ist trotzdem der einfachste Weg, typische Fehler zu vermeiden.

Claude-Add-ins oder Microsoft 365 Copilot?

Die Frage stellt sich in fast jedem Unternehmen, das bereits Microsoft 365 nutzt. Eine pauschale Antwort gibt es nicht, weil beide Wege unterschiedlich aufgebaut sind. Microsoft hat sein Produkt inzwischen von Microsoft 365 Copilot in Microsoft Copilot umbenannt; gemeint ist dasselbe Angebot.

KriteriumClaude-Add-insMicrosoft Copilot
Vertrag und AbrechnungClaude-Plan bei Anthropic (oder über Bedrock, Vertex AI, Foundry)Microsoft-Lizenz und Microsoft-Bedingungen
ModelleClaude-Modelle von Anthropiclaut Microsoft Modelle von OpenAI, von Microsoft betriebene Modelle und, je nach Einstellung, von Anthropic
DatenschutzrahmenAnthropics kommerzielle Bedingungen und DatenverarbeitungsvereinbarungMicrosoft-Produktbedingungen und Data Protection Addendum; Anthropic arbeitet dort in der Regel als Unterauftragsverarbeiter
Kontexteine Unterhaltung über Outlook, Word, Excel, PowerPointZugriff auf die Microsoft-365-Umgebung des Unternehmens
VerwaltungVerteilung über das Microsoft 365 Admin Center, Steuerung in der Claude-Verwaltungvollständig im Microsoft 365 Admin Center

Ein Detail verdient Aufmerksamkeit: Claude-Modelle stecken inzwischen auch in Microsoft Copilot, etwa im Researcher, in Copilot Studio und in Copilot in den Microsoft-365-Apps. Laut Microsoft sind sie für Kunden in EU, EFTA und Großbritannien standardmäßig deaktiviert und derzeit vom EU Data Boundary ausgenommen. Admins können sie aktivieren; seit dem 03.04.2026 gibt es für diese Regionen eine eigene Einstellung, um Anthropic als Standardmodell für Copilot in den Microsoft-365-Apps zu setzen.

Die Entscheidung hängt also weniger am Modell als an Vertrag, Datenschutzrahmen und Bedienung. Wer Microsoft Copilot bereits lizenziert hat, prüft zuerst die Anthropic-Option dort. Wer die Arbeitsweise mit Claude bevorzugt oder Claude ohnehin für andere Aufgaben nutzt, testet die Add-ins. Wie sich Copilot im Alltag schlägt, beschreibt der Beitrag Microsoft 365 Copilot in der Praxis.

So starten Sie einen Pilot mit den Claude-Add-ins.

  1. Anwendungsfall festlegen: zwei bis drei wiederkehrende Aufgaben, etwa Monatsbericht, Angebotskalkulation oder Projektstatus-Folien, mit klarer Messgröße wie Zeitaufwand oder Korrekturschleifen.
  2. Plan und Gruppe wählen: Team-Plan für eine Pilotgruppe von fünf bis zehn Personen, Outlook-Beta nur für einen Teil davon.
  3. Datenregeln schreiben: welche Daten in die Add-ins dürfen, welche nicht, wer Ergebnisse freigibt. Datenschutzbeauftragten früh einbinden.
  4. Zentral ausrollen: Verteilung über das Microsoft 365 Admin Center, Nutzung über die Analytics-Ansicht verfolgen.
  5. Vorlagen und Skills pflegen: Firmenvorlagen sauber halten und wiederkehrende Abläufe als Skills hinterlegen.
  6. Nach vier bis sechs Wochen auswerten: Zeitersparnis, Fehlerquote, Akzeptanz, dann über Ausweitung entscheiden.

Wenn ich Teams in KI-Werkzeuge einführe, ist die Schulung meist der Hebel, der über Erfolg oder Frust entscheidet: gute Aufgabenbeschreibungen, systematisches Prüfen und klare Grenzen für sensible Daten. Passende Formate finden Sie unter KI-Schulungen für Unternehmen.

Häufige Fragen.

Was kostet Claude für Excel?

Claude für Excel kostet nichts extra, ist aber an einen bezahlten Claude-Plan gebunden. Laut Preisseite von Anthropic (Stand Oktober 2026) enthält schon Pro für 20 US-Dollar im Monat die Microsoft-365-Add-ins, Team Standard kostet 25 US-Dollar pro Seat und Monat. Der kostenlose Plan enthält die Add-ins nicht. Die Microsoft-365-Lizenz brauchen Sie zusätzlich.

Ist Claude für Outlook schon fertig?

Nein. Claude für Outlook ist Stand Oktober 2026 in Public Beta, während die Add-ins für Excel, Word und PowerPoint seit dem 07.05.2026 allgemein verfügbar sind. Outlook kann den Posteingang sortieren, Antwortentwürfe vorbereiten und bei Terminen die Verfügbarkeit prüfen. Versendet wird erst, wenn Sie selbst auf Senden klicken.

Wie installiert die IT die Claude-Add-ins im Unternehmen?

Admins verteilen die Add-ins über das Microsoft 365 Admin Center an Gruppen oder die ganze Organisation. Es gibt eine AppSource-Listung für Excel, PowerPoint und Word und eine separate für Outlook. Nutzer melden sich mit ihrem Claude-Konto an; alternativ lassen sich die Add-ins mit Zugangsdaten für Amazon Bedrock, Google Cloud Vertex AI oder Microsoft Foundry betreiben.

Ist Claude in Excel DSGVO-konform nutzbar?

Das hängt von Plan, Vertrag und Daten ab. Für Team und Enterprise gelten Anthropics kommerzielle Bedingungen, Ihre Inhalte werden standardmäßig nicht zum Training genutzt, Daten werden laut Anthropic aber in den USA gespeichert. Für personenbezogene Daten brauchen Sie Auftragsverarbeitungsvertrag, Prüfung der Drittlandübermittlung und klare Regeln. Die verbindliche Bewertung trifft Ihr Datenschutzbeauftragter.

Was ist der Unterschied zwischen Claude für Excel und Copilot in Excel?

Claude für Excel ist ein Add-in von Anthropic und läuft über einen Claude-Plan. Copilot in Excel gehört zu Microsoft Copilot und läuft über eine Microsoft-Lizenz und Microsoft-Bedingungen. Copilot kann inzwischen ebenfalls Claude-Modelle nutzen, in der EU ist das aber standardmäßig ausgeschaltet und muss vom Admin aktiviert werden.

Quellen und Stand.

Stand: 6. Oktober 2026. Produkte, Funktionen und Preise ändern sich schnell; maßgeblich sind die Angaben der Anbieter und Behörden.

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