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KI-Workshop-Übungen: zwölf Aufgaben mit Lerneffekt.

Gute KI-Workshop-Übungen lassen Teilnehmende die Stärken und die Grenzen der Werkzeuge selbst erleben: Sie entlarven Halluzinationen, prüfen Quellen, vergleichen Modelle und machen aus einer bewährten Anfrage eine wiederverwendbare Anleitung. Eine Übung wirkt, wenn sie ein klares Lernziel, eine echte Aufgabe aus dem Arbeitsalltag, eine feste Zeit und eine gemeinsame Auswertung hat. Dieser Beitrag stellt zwölf ausgearbeitete Übungen vor, jeweils mit Ziel, Ablauf, Zeitbedarf und Auswertung, und erklärt, welche Übungsdaten in Ordnung sind und welche nicht. Die Werkzeugbeispiele beziehen sich auf den Stand Oktober 2026, etwa „Switch Model“ in Microsoft 365 Copilot, den Freigabeschritt von Copilot Cowork oder den geführten Ablauf für Präsentationen in Gemini Notebook, dem früheren NotebookLM. Funktionen ändern sich schnell. Testen Sie deshalb jede Übung vor dem Termin in genau der Umgebung, die Ihre Teilnehmenden nutzen.

Was macht eine gute Übung im KI-Workshop aus?

Eine typische Einstiegsübung in KI-Schulungen lautet „Schreiben Sie eine E-Mail an einen Kunden“. Sie zeigt, dass ein Sprachmodell flüssige Texte liefert. Sie zeigt aber kaum, wann es danebenliegt, wie man Ergebnisse prüft oder wie man eine Aufgabe dauerhaft besser löst. Im Alltag brauchen Teilnehmende Urteilsvermögen: einschätzen können, wann eine Antwort taugt.

Methodisch hat eine gute Übung deshalb vier feste Bestandteile:

Dazu gehört ein Prüfraster, das vor dem Workshop feststeht. Ohne Raster endet die Auswertung beim Eindruck „sieht gut aus“. Ebenso wichtig ist ein Testlauf in der Umgebung der Gruppe: Welche Funktionen verfügbar sind, hängt von Lizenz, Edition und Admin-Einstellungen ab.

Diese Sammlung ergänzt die Themen Prompt-Grundlagen und KI-Strategie. Wie man Anfragen aus Bausteinen wie Rolle, Kontext, Ziel und Format aufbaut, steht im Beitrag zum Prompt-Engineering im Unternehmensalltag.

Zwölf KI-Workshop-Übungen im Überblick.

Die Tabelle zeigt alle zwölf Übungen mit Ziel, Zeitbedarf und Werkzeug. Die Zeiten sind Richtwerte für Gruppen bis etwa zwölf Personen und schließen die Auswertung ein. Die Werkzeuge sind Beispiele; die meisten Übungen funktionieren mit jedem gängigen KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude, Gemini oder Copilot.

Nr.ÜbungZielDauerWerkzeug
1Halluzinationsjagdfalsche Aussagen trotz überzeugendem Ton erkennen30 Min.beliebiger Chat-Assistent, einmal ohne, einmal mit Websuche
2Quellenprüfung bei RechercheBelege auf Existenz, Inhalt und Datum prüfen35 Min.Assistent mit Websuche oder Recherche-Agent
3Zusammenfassung gegen OriginalAuslassungen und falsche Gewichtung finden25 Min.Chat-Assistent, Copilot in Word oder Teams
4ZahlenkontrolleLese- und Rechenfehler in Tabellenauswertungen aufdecken25 Min.Copilot in Excel, Gemini in Sheets oder Chat mit Datei-Upload
5Modellvergleich mit derselben AufgabeUnterschiede zwischen Modellen bewerten25 Min.Copilot mit „Switch Model“ oder zwei Assistenten
6Prompt-Reparaturschwache Anfragen gezielt verbessern20 Min.beliebig
7Vom Stichpunkt zum Dokumenteinen Entwurf in Runden steuern statt neu würfeln30 Min.Word, Docs oder Chat
8Prompt zum Skilleine wiederkehrende Anfrage als wiederverwendbare Anleitung speichern45 Min.Claude Skills, Custom Skills in PowerPoint
9Präsentation aus Gemini NotebookFolien aus eigenen Quellen erzeugen und die Gliederung prüfen40 Min.Gemini Notebook
10Agent mit Freigabeschrittden Plan eines Agenten lesen, freigeben oder stoppen30 Min.Copilot Cowork oder ein anderer Agent mit Freigaben
11Datenschutz-AmpelEingaben nach der internen Regel einstufen20 Min.ohne Werkzeug: Karten oder Whiteboard
12Use-Case-Werkstatteine eigene Aufgabe bewerten und erproben60–90 Min.Werkzeug der Wahl

Die Übungen 1 bis 4 schulen das Prüfen, 5 bis 9 den Umgang mit Werkzeugen, 10 und 11 Kontrolle und Datenschutz; die Use-Case-Werkstatt bildet den Abschluss.

Übungen zu Grenzen: Halluzinationen und Quellen prüfen.

1. Halluzinationsjagd (30 Minuten). Halluzinationen sind plausibel klingende, aber falsche Aussagen eines Sprachmodells. Die EU-Kommission nennt sie in ihren Fragen und Antworten zur KI-Kompetenz als Beispiel für ein Risiko, über das Beschäftigte informiert werden sollen, etwa wenn sie ChatGPT für Werbetexte oder Übersetzungen nutzen. Ablauf: Bereiten Sie acht bis zehn Fragen vor, deren Antworten Sie kennen. Gut eignen sich Fragen nach genauen Paragrafen, wörtlichen Zitaten, Zahlen aus Nischenthemen, Ereignissen der letzten Wochen und Details über das eigene Unternehmen, die das Modell nicht wissen kann. Die Teams stellen die Fragen und markieren jede Aussage als richtig, falsch oder nicht prüfbar. Danach wiederholen sie dieselben Fragen mit eingeschalteter Websuche. Auswertung: Welche Fragetypen erzeugen Fehler, und klangen falsche Antworten anders als richtige? Der Lerneffekt: Der Ton verrät nichts über die Richtigkeit. Wie man Halluzinationen im Betrieb dauerhaft eindämmt, beschreibt der Beitrag KI-Halluzinationen im Unternehmenseinsatz beherrschen.

2. Quellenprüfung bei Recherche (35 Minuten). Ein Assistent mit Websuche oder ein Recherche-Agent beantwortet eine Frage aus dem Fachgebiet der Gruppe, zum Beispiel zu einer Förderrichtlinie, einer Norm oder einer Branchenregel. Jedes Team prüft jede genannte Quelle mit drei Fragen: Gibt es die Seite? Steht dort, was die Antwort behauptet? Ist die Angabe aktuell? Auswertung: Wie viele Belege haben alle drei Prüfungen bestanden, und wie lange hat das Prüfen gedauert? Die zweite Zahl zeigt, dass Recherche mit KI Prüfzeit braucht.

3. Zusammenfassung gegen Original (25 Minuten). Grundlage ist ein erfundenes Besprechungsprotokoll oder ein öffentliches Dokument von zwei bis drei Seiten. Verstecken Sie darin bewusst eine Frist, eine Zuständigkeit und einen Einwand. Die KI fasst zusammen, die Teilnehmenden markieren danach im Original alles, was fehlt, verkürzt oder anders gewichtet wurde. Lernziel: Jede Zusammenfassung ist eine Auswahl, und gerade Fristen, Zuständigkeiten oder Gegenstimmen können dabei verloren gehen.

4. Zahlenkontrolle (25 Minuten). Eine kleine erfundene Tabelle, etwa 40 Zeilen mit Umsätzen nach Monat und Region, wird ausgewertet: Summe je Region, stärkster Monat, Veränderung zum Vorjahr. Die Teilnehmenden rechnen mit einer normalen Tabellenformel nach. Bauen Sie eine leere Zelle und eine doppelte Zeile ein. Auswertung: Wo stimmen die Ergebnisse, wo hat das Werkzeug falsch gelesen oder gerundet, hat es seinen Rechenweg offengelegt, und hat es die Datenprobleme gemeldet oder stillschweigend übergangen?

Übungen zu Werkzeugen: Modellvergleich, Skills, Notebooks.

5. Modellvergleich mit derselben Aufgabe (25 Minuten). In Microsoft 365 Copilot gibt es laut Release Notes vom 06.10.2026 im Web die Aktion „Regenerate“ mit den Optionen „Try again“ für eine neue Antwort und „Switch Model“ für eine Antwort von einem anderen KI-Modell. Die Teams nehmen eine typische Aufgabe, etwa die Antwort auf eine Reklamation oder die Erklärung eines internen Ablaufs, und bewerten beide Antworten nach einem Raster: fachlich richtig, Ton, Länge, Struktur, sinnvolle Rückfragen. Ohne Copilot nutzen die Teams zwei Assistenten mit wortgleicher Anfrage. Lernziel: Es gibt nicht „die KI“. Für wiederkehrende Aufgaben lohnt es sich, das passende Modell bewusst festzulegen. Abschlussfrage: Welche Antwort würden Sie unverändert verschicken?

6. Prompt-Reparatur (20 Minuten). Die klassische Prompt-Übung für Mitarbeitende: Die Teams erhalten drei schwache Anfragen, etwa „Mach mal was zu unserem neuen Produkt“. Sie ergänzen Kontext, Ziel, Zielgruppe, Format und ein Beispiel und vergleichen das Ergebnis vor und nach der Reparatur.

7. Vom Stichpunkt zum Dokument (30 Minuten). Jede Person bringt fünf bis acht Stichpunkte zu einem unkritischen Thema mit, etwa einen Einarbeitungsplan. Runde eins: Entwurf erzeugen. Runde zwei: nur gezielte Änderungsanweisungen geben, etwa kürzer, andere Zielgruppe, Abschnitt drei nach vorne. Neu generieren ist in dieser Runde verboten. Runde drei: selbst fertig bearbeiten. Auswertung: Welche Anweisungen haben gewirkt, und wie lange hat der Weg im Vergleich zum selbst Schreiben gedauert?

8. Prompt zum Skill (45 Minuten). Ein Skill ist eine gespeicherte Anleitung, die das Werkzeug bei passenden Aufgaben wiederverwendet. In Claude ist ein Skill ein Ordner mit Anweisungen und bei Bedarf Skripten und Material. Laut Anthropic-Hilfe stehen Skills in den Tarifen Free, Pro, Max, Team und Enterprise zur Verfügung und setzen aktivierte Code-Ausführung voraus; in Team und Enterprise kann der Owner das Anlegen eigener Skills abschalten. Copilot in PowerPoint unterstützt laut Microsoft-Release-Notes seit September 2026 im Web und seit Oktober 2026 unter Windows eigene Skills (Custom Skills). Ablauf: Die Teams wählen eine Anfrage, die sie oft stellen, etwa ein Protokoll im Standardformat oder einen Angebotstext im Hausstil. Sie schreiben die Anleitung mit Ziel, Arbeitsschritten, Format, einem Beispiel und klaren Verboten und testen sie mit drei verschiedenen Eingaben. Auswertung: Hat die Anleitung bei allen drei Eingaben funktioniert, und was musste ergänzt werden?

9. Präsentation aus Gemini Notebook (40 Minuten). Gemini Notebook hieß bis Juli 2026 NotebookLM; Google stellt den Namen seit dem 16.07.2026 schrittweise um, bestehende Links leiten weiter. Laut Google stützt es sich nur auf die Quellen, die Nutzer hinzufügen, und verweist in Antworten per Zitat auf die passende Stelle. Seit dem 16.10.2026 rollt Google für Slide Decks und Video Overviews schrittweise einen geführten Ablauf aus: Gemini schlägt Schwerpunkte, Formate und Stile vor, und mit dem Schalter „Review“ lassen sich die Gliederung der Folien bzw. die Produktionsnotizen für das Video vorab prüfen und schriftlich kommentieren. Laut Google gilt das für alle Workspace-Kunden, Workspace Individual und private Google-Konten. Ablauf: drei bis fünf öffentliche Quellen hinzufügen, Gliederung erzeugen, im Prüfschritt mindestens zwei Änderungen verlangen, dann die Folien erzeugen. Zum Schluss prüft jedes Team jede Kernaussage der Folien gegen die zitierte Quelle. Lernziel: Quellengebundenes Arbeiten senkt das Fehlerrisiko, ersetzt aber das Prüfen nicht.

Übungen zu Agenten und Freigaben.

Ein KI-Agent plant mehrere Arbeitsschritte selbst und führt sie aus, etwa E-Mails sortieren, Dateien anlegen oder Termine vorbereiten. Nutzer müssen dann vor allem Pläne lesen und Freigaben bewusst erteilen.

10. Agent mit Freigabeschritt (30 Minuten). Microsoft beschreibt Copilot Cowork in den Release Notes vom 23.09.2026 so: Nutzer beschreiben ein Ziel, Cowork führt mehrstufige Aktionen mit ihrer Freigabe aus, Plan und Fortschritt lassen sich verfolgen. Für die Triage in Outlook gilt laut derselben Quelle: Copilot fragt nach einer Bestätigung, bevor es mehr als fünf E-Mails bearbeitet oder Posteingangsregeln ändert. Ablauf in einem Testpostfach mit erfundenen E-Mails:

  1. Aufgabe stellen, etwa „Sortiere die 20 E-Mails in diesem Ordner nach Dringlichkeit und entwirf Antworten auf die drei wichtigsten“.
  2. Den Plan vollständig lesen, bevor irgendetwas freigegeben wird.
  3. Mindestens einen Schritt bewusst ablehnen oder ändern; die Option „Always allow“ dabei nicht nutzen.
  4. Festhalten, was der Agent vorhatte und was er tatsächlich getan hat.

Auswertung: Welche Schritte waren überraschend? Wo wäre ohne Rückfrage ein Schaden entstanden, etwa durch verschobene oder gelöschte E-Mails? Lernziel: Die Freigabe ist keine Formalität, sondern die wichtigste Kontrolle. Planen Sie die Übung mit der IT: Laut Microsoft braucht Cowork eine Copilot-Lizenz, die Aktivierung durch die IT und eine verbrauchsbasierte Abrechnung in Copilot Credits. Rechte, Protokolle und Abbruchregeln gehören in eine eigene Agenten-Schulung.

Übungsdaten: was erlaubt ist und was nicht.

Die Übungsdaten entscheiden, ob ein Workshop selbst zum Datenschutzproblem wird. Die Grundregel: Geübt wird mit erfundenen oder öffentlichen Daten. Das gilt auch mit dienstlichen Konten, denn im Workshop wird experimentiert.

11. Datenschutz-Ampel (20 Minuten). Die Gruppe erhält 20 Karten mit typischen Eingaben, etwa „Pressemitteilung umformulieren“, „Projektbericht ohne Namen zusammenfassen“, „Bewerbungsschreiben bewerten“, „Kundenliste bereinigen“. Die Teams sortieren sie nach der internen KI-Richtlinie in Grün, Gelb und Rot und begründen strittige Fälle. Fehlt eine Richtlinie, zeigt die Übung sehr schnell, wo Regeln fehlen. Bei Verbraucher-Konten hängt es je nach Anbieter von den Einstellungen ab, ob Chats zum Training genutzt werden; auch das gehört in die Besprechung.

Zu den Grenzen der Übungen allgemein: Sie zeigen eine Momentaufnahme. Dieselbe Anfrage liefert morgen eine andere Antwort, Funktionen ändern Namen oder verschwinden, und ein gelungener Testlauf belegt nicht, dass ein Werkzeug für einen Ablauf im Betrieb taugt. Übungen ersetzen weder eine KI-Richtlinie noch die Abstimmung mit Datenschutzbeauftragten und, wo vorhanden, dem Betriebsrat.

So stellen Sie Ihr Übungsprogramm zusammen.

12. Use-Case-Werkstatt (60 bis 90 Minuten). Jede Person bringt zwei bis drei wiederkehrende Aufgaben aus der eigenen Arbeit mit. Die Gruppe bewertet sie nach vier Fragen: Wie oft fällt die Aufgabe an, wie viel Zeit kostet sie, was passiert bei einem Fehler, und welche Daten braucht sie? Jede Person wählt eine Aufgabe, baut mit den Techniken aus den Übungen einen ersten Versuch und legt ein Prüfkriterium fest. Ergebnis ist ein einseitiger Steckbrief: Aufgabe, Werkzeug, Anleitung, Prüfschritt, offene Fragen.

Zwei typische Zusammenstellungen:

So gehen Sie konkret vor:

  1. Prüfen Sie, welche Werkzeuge, Lizenzen und Editionen Ihre Teilnehmenden tatsächlich haben, und streichen Sie Übungen, die dort nicht laufen.
  2. Legen Sie höchstens drei Lernziele für den Termin fest und wählen Sie die Übungen danach aus, nicht umgekehrt.
  3. Bereiten Sie Übungsdaten vor: Musterfirma, erfundene E-Mails, eine kleine Tabelle mit eingebauten Fehlern, drei bis fünf öffentliche Quellen.
  4. Spielen Sie jede Übung einmal selbst durch und schreiben Sie das Prüfraster auf.
  5. Planen Sie für jede Übung mindestens ein Drittel der Zeit für die Auswertung ein.
  6. Vereinbaren Sie zwei bis vier Wochen später einen kurzen Folgetermin, in dem die Steckbriefe aus der Use-Case-Werkstatt besprochen werden.

Wer das Programm nicht selbst zusammenstellen möchte: Der KI-Impuls-Workshop dauert einen halben oder ganzen Tag, ist für bis zu zwölf Personen ausgelegt, findet in Präsenz in Stuttgart und Region, bundesweit vor Ort oder remote statt und arbeitet mit den eigenen Use-Cases der Teilnehmenden. Details stehen auf der Seite zu den KI-Workshops.

Häufige Fragen.

Welche Übungen eignen sich für einen KI-Workshop mit Einsteigern?

Für Einsteiger eignen sich Übungen, die schnell ein Aha-Erlebnis liefern und keine besonderen Funktionen voraussetzen: Halluzinationsjagd, Prompt-Reparatur, Vom Stichpunkt zum Dokument und eine Datenschutz-Ampel. Sie funktionieren mit jedem gängigen KI-Assistenten und zeigen in kurzer Zeit sowohl den Nutzen als auch die Grenzen. Übungen mit Agenten, Skills oder Notebooks passen besser in einen zweiten Termin oder einen ganzen Tag.

Wie lange sollte eine Übung in einer KI-Schulung dauern?

Die meisten Übungen funktionieren mit 20 bis 45 Minuten, einschließlich Auswertung. Etwa ein Drittel der Zeit sollte für das gemeinsame Vergleichen und Besprechen reserviert sein, weil der Lerneffekt vor allem dort entsteht. Ausnahme ist eine Use-Case-Werkstatt mit eigenen Aufgaben der Teilnehmenden, die 60 bis 90 Minuten braucht. Eine sichtbare Uhr hilft, Zeitgrenzen einzuhalten.

Welche KI-Übungen passen in einen halben Workshop-Tag?

Für einen halben Tag von etwa vier Stunden passen vier Kernübungen: Halluzinationsjagd (30 Minuten), Prompt-Reparatur (20 Minuten), Vom Stichpunkt zum Dokument (30 Minuten) und Datenschutz-Ampel (20 Minuten), zusammen rund 100 Minuten inklusive Auswertung. Dazu kommen Einführung, Pausen und eine verkürzte Use-Case-Werkstatt von etwa 60 Minuten. Bleibt Zeit, ergänzt die Quellenprüfung (35 Minuten) das Programm. Übungen mit Agenten, Skills oder Notebooks passen besser in einen ganzen Tag.

Wie übt man das Erkennen von KI-Halluzinationen?

Gut geeignet ist eine Halluzinationsjagd: Die Trainerin oder der Trainer stellt acht bis zehn Fragen mit bekannter Antwort zusammen, etwa nach genauen Paragrafen, Zitaten, Nischenzahlen, aktuellen Ereignissen oder internen Details. Die Teilnehmenden markieren jede Aussage als richtig, falsch oder nicht prüfbar und wiederholen die Fragen dann mit Websuche. Die Auswertung zeigt, welche Fragetypen Fehler erzeugen und dass ein überzeugender Ton nichts über die Richtigkeit verrät.

Braucht man für die Übungen Microsoft 365 Copilot oder Google Gemini?

Nein, die meisten Übungen funktionieren mit jedem gängigen KI-Assistenten. Einzelne Übungen nutzen bestimmte Funktionen, etwa „Switch Model“ in Microsoft 365 Copilot, Custom Skills in PowerPoint, Skills in Claude oder den geführten Folienablauf in Gemini Notebook. Ob diese Funktionen verfügbar sind, hängt von Tarif, Edition und Admin-Einstellungen ab. Prüfen Sie das vor dem Workshop und ersetzen Sie fehlende Funktionen durch zwei Assistenten nebeneinander.

Quellen und Stand.

Stand: 22. Oktober 2026. Produkte, Funktionen und Preise ändern sich schnell; maßgeblich sind die Angaben der Anbieter und Behörden.

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